· 

Vegetarische Ernährung

 

 

 

 

 

An dieser Stelle habe ich verschiedentlich darauf hingewiesen, dass eine vegetarische Ernährung generell und insbesondere ab der Zeit der hormonellen Umstellung von gesundheitlichem Vorteil ist.

 

Groß angelegte Studien gibt es mittlerweile genügend, die belegen dass Menschen, die sich vegetarisch ernähren, weniger von den typischen Zivilisationskrankheiten betroffen sind.

 

Es ist einfach so, dass wir Menschen aus physiologischer Sicht nun einmal dem Pflanzenfresser näher sind als dem fleischfressendem Lebewesen.

 

Das absolut überzeugende Argument für mich ist der Vergleich unseres Darmes in seiner Größe und Beschaffenheit.

 

Der Darm eines Fleischfressers ist relativ kurz. Er misst nur etwa die 3 fache Länge seines Körpers und ist glatt und ohne Ausbuchtungen. Somit wird gewährleistet, dass die nicht verdauten Reste einer Mahlzeit zügig wieder ausgeschieden werden.

Pflanzenfresser, wie auch der Mensch besitzen einen bedeutend längeren Darm. Er ist mit vielen Ausbuchtungen versehen, die die Oberfläche des Darmes nochmals erheblich vergrößern. Das hat zur Folge, daß Nahrungsreste sehr lange im Darm verweilen und es speziell bei tierischer Nahung zu Fäulnisbildung kommen kann. Es entsteht dann ein Milieu, das den Darmbakterien überhaupt nicht zusagt und sie bei Ihrer Arbeit beieinträchtigt.

 

Auf Dauer kann es zu Entzündungen und Schäden an der Darmwand kommen. Die Darmwand wird löchrig und damit durchlässiger, so dass auch schädliche Stoffe in den Blutkreislauf übergehen und den Organismus belasten können.

 

Und wenn wir den Verdauungsvorgang noch ein Stück zurückverfolgen, stellen wir fest, dass der Magen eines Fleischfressers 10 bis 15 mal mehr Salzsäure produziert als der des reinen Pflanzenfressers oder der eines menschlichen Magens. Sie sind damit besser in der Lage tierisches Eiweiß in eine verwertbare Form zu bringen. Schon aus diesem Grund wird dann ihr kurzer, einer Rutschbahn gleichender, Darm viel weniger belastet.

 

Frauen in den Wechseljahren achten ja meist ohnehin auf den etwas sensibler gewordenen Verdauungsvorgang. Die Bildung der Verdauungssäfte während einer Mahlzeit werden durch den Östrogenmangel nicht mehr so unterstützt wie in früheren Jahren. Es kann zu Völlegefühl oder gar Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen. Eine vegetarische Ernährung unterstützt so optimal unsere natürliche Disposition.

 

Und da möchte ich noch gar nicht tiefer auf die ethischen Aspekte eingehen. Massentierhaltung, unendliches Tierleid, Hormone die durch Panik vor dem Tod des Tieres ins Fleisch schießen und die dann vom Menschen „einverleibt“ werden.

 

Nicht zuletzt ist auch ein Blick aufs große Ganze, der Entwicklung unseres Planeten erlaubt. Ein Drittel der Weltackerfläche wird ausschließlich für Tierfutter genutzt. Für 1 Kilogramm Fleisch braucht es über 15000 Liter Wasser. Für dieses Stück Fleisch werden 22 Kilogramm Treibhausgase produziert.

 

Ich bin zutiefst überzeugt, dass der Vegetarismus die Ernährungsform der Zukunft sein wird.

 

Eine DiWa praktiziert bereits heute diese ethisch und gesundheitlich zu bevorzugende Lebensweise. Sie ist damit ein kleiner leuchtender Stern in unserer Welt, den manche Menschen bestaunen mögen und der den Einen oder Anderen zum Nachdenken anregen mag.